Der fulminante Startchlapf am 11. Januar in unser Jubiläumsjahr war ein voller Erfolg. Zumal wir das am Vorabend neu gewählte Zunftmeisterpaar Josy und Jakob Kaufmann-Fischer bei uns mit doppelter und dreifacher Freude begrüssen durften. Wir waren alle ganz mächtig nervenbös, ufi wie man auch sagt, aber zum Reichundsexysein passt das nicht so gut. Als wir aus der Limousine ausstiegen, war es noch relativ einfach, cool zu bleiben, aber hinter unseren teuren Schalen und Glitzerroben rasten unsere Herzen. Sie rasten vor Freude, vor Spannung, vor Ungeduld und ein bisschen auch vor Stolz. Stolz darüber, nach zehn Jahren innehalten zu dürfen, zu können, sich anzublicken und zu wissen, das ist was ganz Grosses, was wir uns da aufgebaut haben: Gute Kollegschaften zu anderen Guuggenmusiken, vorab den Quä Quägern, ein Rückhalt, der uns unglaublich stärkt und all’ die Freundschaften und der grosse Zusammenhalt in unseren eigenen Reihen. Der grosse Menschenaufmarsch in der Dorfturnhalle zeigte einmal mehr das Interesse und die Freude an unseren beiden Guuggenmusiken im Dorf. Triengen rockt. Unsere diesjährige Tour zeichnete sich aus durch einen übermässigen Röstikonsum – und wie immer auch Käse (Esst Schweizer Käse!)-, durch Streuen von Aktenkoffern, durch Nicht-rein-gelassen-werden-am-Ball-wo-wir-spielen-sollten (“Guugenmusik? In diesen Kleidern?? Das müssen wir erst abklären…”), durch Nach-zehn-Jahren-immer-noch-falsch-geschrieben-werden (Bluet-Sugger Triengen), durch auffälliges Rumzüngeln, insbesondere mit violetten, in schlimmeren Fällen auch schwarzen Zungen, durch die Suche nach Evelyne, durch Lipgloss, durch braune Hömmlikrägen, durch das An-die-Leine-nehmen junger paarfreudiger (Pauken-)Burschen, durch Metzger im Abendkleid, durch kurze und bündige Umzüge (“Schon fertig? Wir schliessen hinten nochmals an..!”), durch Blumen-, Gemüse- und stinkende Gärtli, durch Heinz, den Basketballkorb, durch Dinge, die vom Boden aufgelesen und an das Kleid gehängt oder über den Kopf gestülpt werden, durch Guuggis, die bluten…. meine Liste endet nicht. Wir machen weiter. Mindestens zehn Jahre. Denn ein Bluet-Suuger zu sein ist ein bisschen wie guter Rotwein, es wird mit jedem Jahr besser. Wir haben noch lange nicht genug. Keep on rockin’! We love you all.

2004