Der nette Clown von nebenan

20 + 1, oder anders gesagt, Jahr Eins nach einem wunderbaren Jubiläumsjahr. So standen wir also da. Frisch geschminkt in unseren neuen Kleidern. Farbenfroh, mit grossen Knöpfen und schlimmen Perücken. Mit viel zu grossen Schuhen und fürchterlichen Kontaktlinsen. Unser neues Motto: CARNevil!

Kurz vor halb zwei am Nachmittag machte der Hühner Bubi die Türen auf. Die Leute warteten bereits vor der Tür. Die knapp 30 Tische in der Halle waren innert 2 Minuten besetzt. Wahnsinn. Sensationell. Spektakel. Startchlapf. Es war ein schönes Gefühl zu sehen, wie die Gäste die Halle füllten.

Bluetsuuger Triengen Startchlapf 2015 Patent Ochsner – Trybguet

Bluetsuuger Triengen Startchlapf 2015 Bastian Baker – Dirty Thirty

Bluetsuuger Triengen Startchlapf 2015 Jan Delay – St.Pauli

Etwas später ging es dann los mit dem eigentlichen Programm, wir gaben unsere neuen Lieder zum Besten. Nach zwei Stücken war dann unser Präsi, Pascal Käser an der Reihe. Er begrüsste die Leute, unser Speziellen Gäste die Quä-Quäger und die Rattenschwänze und natürlich auch das neue Zunftmeisterpaar René und Melanie Fede. Er erklärte kurz welche neuen Lieder wir spielen und was es mit dem Motto auf sich hat. CARNevil setzt sich aus den beiden Wörtern CARN und evil zusammen. Wobei man dies noch schnell emol herausfindet. Das Wort CARN wird aus CARNEVAL abgeleitet und das Wort evil ist Englisch und bedeutet böse.

Nach unserem Auftritt waren dann noch die Quä-Quäger und die Rattenschwänze an der Reihe und stellten ihr Können unter Beweis. Uns Suuger sieht man am kommenden Freitag in St.Erhard an den Tereter Nächt.

Ein vorletztes Mal Ahoi. Lange geht es nicht mehr hin bis zum Startchlapf. Bis wir dann die neuen Kleider präsentieren können. Doch bevor es soweit ist sind wir noch zwei Mal im Seegang unterwegs. Eines davon war am letzten Samstag. In Schlierbach wurde die Fasnacht eröffnet, da waren wir natürlich dabei.

Gemeinsam fuhr man nach Schlierbach, vorbei am Panama via Gleiterstück direkt auf den Parkplatz der MZH. Die Bise pfiff wie immer über den Hoger, schliesslich ist man in Schlierbach. Wer schon mal das Vergnügen hatte, den Schlierbacher Umzug zu laufen, weis was ich meine. Bis dieser dann kommt im Februar geht es aber noch einen Moment und schliesslich waren wir ja drinnen. Mit einem Apéro starteten wir in den Abend. Viel bekannte Gesichter sah man zum Jahresanfang, ein Grund mehr anzustossen.

Mit der Zeit kam dann unser Auftritt immer näher. Bei eisiger Kälte nahmen wir unsere Instrumente unter den Arm. Wieder drinnen in der Halle legten wir los mit unserem Auftritt. Wenn man dem Publikum so zuschaute, gefiel er durchaus, so dass wir mit einem Lächeln von der Bühne konnten und den Abend umso mehr geniessen konnten.

Mit uns Suuger geht es am kommenden Samstag und Sonntag weiter. Dann sieht man uns ein letztes Mal im Seegang unterwegs. Am Samstag werden wir in Büron den Borgguugger zum 35 jährigen gratulieren. Am Sonntag kommt es dann zu unserem eigentlichen Highlight. Der Startchlapf öffnet die Türen. Wir werden dann unser neues Motto, die neuen Kleider und die neuen Lieder präsentieren. Los geht das ganze ab 13.30 Uhr in der Dorfturnhalle Triengen. Wir freuen uns auf Euch!

Alte Liebe rostete nicht, passt wohl am ehesten. Für uns Suuger ein altbekannter Hafen. Triengen, Dorfteil Kulmerau,. Wir noch einmal im Seegang unterwegs. Die Kleider immer noch Perlweiss, nur vielleicht etwas kürzer als noch beim letzten Mal. Macht aber nichts, wenn man es tragen kann.

Abgeholt wurden wir wiederum vom Gastgeber persönlich. Mit dem Shuttle ging es hoch direkt vor den Eingang unter den Regenschirm. Denn der Petrus, wollte wohl noch nichts wissen von Fasnacht und sötigen Dingen und lies den Hahnen offen. Wir also schnell ab in die Kaffeestube. Dort gab es Hörndli mit Ghackets und Apfelmuus, andere nennen dies Verhacktes mit Hörner. Ich aber in diesem Jahr nicht, denn ich habe dies letztes Jahr schon so geschrieben und das wäre dann schampar Langweilig. Emer s’gliche…

Wie gesagt es regnete immer noch und der Anhänger stand weit weg vom Zelt. Bekanntlich ist der Weg das Ziel, aber wenn es so seicht dann ist das Ziel das Ziel. So kam es zu einer Premiere, mit Schirm, Charme und Guugi in der Hand standen wir dann vor dem Zelt und baten um Einlass. Die nächsten 20 Minuten waren für uns reserviert und die nutzten wir dann auch. Ein gelungener Auftritt für uns.

Nach dem Auftritt vor der Bar. Die ganze See-Gang vereint. Zusammen eines nehmen, macht so oder so immer Freude. Freude hatten wir nicht nur an uns selber, sondern auch an all den anderen bekannten Gesichtern. Mit denen und vielen andere ging es zum Schluss noch in die Bar.

Wie auch im letzten Jahr zog es uns in den Kanton Obwalden ans Probeweekend. Genauer gesagt auf die Mörlialp ob Sarnen. Besammlung war früh am Morgen wie immer in der Feldgasse. Dort gab es die ersten Infos zum Weekend und auch die ersten Accessoires für die Hörndli Anwärter, schliesslich ist man neu dabei und macht noch jeden Seich mit. Egal ob man beim Style Check durchfällt.

Im Konvoi fuhr man dann los immer schön dorii über Sursee, unter Luzern und durch den Lopper. Nach den gefühlten 1000 Kurven, kam man auf der Mörlialp an. Irgendwie waren alle auf Aufriss, der Himmel, der Hummel Severin und die Tomatensauce, und auch J.R.v.R. Dies ist eine Abkürzung und steht für die Initialen einer unserer Anwärter. Der charmanterweise S’Küenzli zur Gotte ernannte und man sogleich zusehen konnte wie ihr Herz davon schmelzte, oder so.

Die ersten Registerproben waren vorbei. Langsam knurrte der Magen und man sah sich im Speisesaal wieder. Joli und SumSum, unser Küchenteam, hatten die Spaghetti und die Sauce parat. Eine kulinarische Gaumenfreude, mit Salat obedruf und Wiiswii hendenoche.

Nach der kurzen Siesta ging es wieder ans Eingemachte. Gesamtproben standen an bis der Biiswend pfiff und man vor lauter geschwollenen Lippen und Dämmerungserscheinungen vor Augen nichts mehr sah. Ein erster erfolgreicher Probetag war zu ende, ömu wenns oms spele goht.

Der Abend oder eben die Nacht. Nach dem Z‘Nacht ist vor der Anwärtertaufe. Unsere Anwärter 7 an der Zahl, leider konnte einer nicht mittun, wurden traditionellerweise getauft. Dies geschieht dann immer mit sehr viel Peinlichkeiten, nicht für die gestandenen Suuger, nein nur für die Anwärter. Originell sind immer die Verkleidungen die gewählt werden. Mehl, Konfetti oder Eier gehören meistens auch dazu. Dies gibt dann auch ein schönes Gemisch, in Ohren, Nase und Mund und manchmal reicht es sogar bis in die Stirnhöhlen. Ob sie bestanden haben wurde nicht Protokolliert aber getauft wurden sie und schliesslich zählt nur das.

Danach gab es Disco für alle. Wer wollte konnte noch an der Polonaise mitmachen wer nicht wollte musste einfach. Der Hohn und Spott am nächsten Tag wäre unerträglich gewesen. Ausser man fällt aus dem Rahmen, aus dem Fensterrahmen, dann sieht die Sache wieder anders. Mehr gibt es zum bunten Abend nicht mehr zu erzählen, ausser die Tatsache, dass die Farbe schwarz im Mittelpunkt stand. Ob im Getränk, auf der Haut oder bei Peter. Nicht bei unserem Müller Peter. Gesucht wurde nach einem schwarzen Peter, welcher sich und seine Zimmerkameraden zwang, ein neues Bett zu suchen…

Am nächsten Morgen starteten wir mit einem Brunch in den Tag. Joli und SumSum verwöhnten uns und unseren Kater einmal mehr. So dass man voller Tatendrang an die nächsten Proben ging. Diese überstand man ohne weiteres.

Mit müden aber zufriedenen Gesichtern schloss man das Probeweekend ab und man machte sich auf die Heimreise.

 

 

 Page 15 of 22  « First  ... « 13  14  15  16  17 » ...  Last »