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GV 2015 der Bluet-Suuger Triengen

Am letzten Samstag war es wieder soweit. Wir Bluet-Suuger trafen uns zur Generalversammlung. Gestartet wurde mit einem feinen Essen, einmal mehr war das Restaurant Rössli in Triengen unser Gastgeber.

Kurz nach 20.15 Uhr konnte unser Präsident Pascal Käser die GV eröffnen. Die Traktanden wurden zügig abgearbeitet. Für einige Lacher sorgten die Austrittsschreiben einiger Mitglieder. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal für euren Einsatz für die Guggenmusik bedanken. Während für einzelne die Ära Guugenmusik zu Ende geht beginnt diese für sechs unserer Anwärter nun als Mitglieder. Alle sechs Anwärter wurden mit einem Applaus in den Verein aufgenommen.

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Das vergangene Jahr gab so einiges zu besprechen. Den Jahres- sowie Kassenbericht wurden einstimmig angenommen, wie auch das Protokoll der letzten GV.

Ein wichtiger Teil des Abends waren dann die Wahlen und Ehrungen. Vize-Präsidentin Patrizia Kaufmann wurde aus dem Vorstand verabschiedet. Sie unterstützte im vergangenen Jahr noch unseren Präsidenten welcher nun selber das präsidiale Ruder in den Händen hält.

Mit dem Traktandum Verschiedenes fand dann der Abend seinen Schluss.

Vöu z’schnäu verbii wemer zäme sii

In Basel haben sie „di drey scheenschte dääg“. Wieso aber drei wenn man sechs haben kann? Mit der Tagwache am Schmudo beginnt für uns Suuger die wunderbare Fasnachtswoche. Diese hat es immer in sich, manchmal streng, manchmal kalt, manchmal bunt und manchmal mit Kater oder anderen Haustieren. Aber jede einzelne Minute geniessen wir in vollen Zügen.

Schmudo

Start zur heiligen Woche war die Tagwache in Triengen. Zusammen mit den Quä-Quäger ging es als erstes zum Zunftmeister. Dieser schien noch im Bett zu sein, Grund genug für uns ein erstes Lied zu spielen. Abwechslungsweise mit den Quäger spielten wir mehrere Stücke. Traditionellerweise am Schluss noch gemeinsam das Kneipe. Ein Klassiker an der Trienger Fasnacht. Das Zunftmeisterpaar liess sich dann auch nicht lumpen und es gab eine erste Stärkung. Weiter ging es dann im Forum, das gemeinsame Zmorge stand auf dem Programm. Aufgewärmt und satt folgten weitere Ständchen im Dorf gefolgt vom Auftritt auf der Kirchentreppe. Die vier Trienger Guggenmusiken spielten nacheinander vor einem zahlreichen Publikum.

Am Nachmittag zog es uns weiter nach Mauensee. Kinderfasnacht der Insalifääger Mouesee. Mittlerweile gehören wir dort zum Inventar. Und nicht nur das, in all den Jahren, in denen wir uns blicken lassen in Mauensee, haben sich einige Rituale eingebrannt. Jedes Jahr und ich meine wirklich jedes Jahr scheint die Sonne dort. Das Kübeli auf dem Rössliplatz darf genauso wenig fehlen wie die Juma Bar in der MZH. Soweit so gut. Gespielt haben wir natürlich auch noch mit einem kleinen Monsterkonzert auf dem Rössliplatz, dem kleinen Umzug in die MZH und dem Auftritt in der Halle ging die Zeit um im Fluge.

Am frühen Abend fuhren wir dann in Winikon ein. Schmudo-Fäscht. Der perfekte Anlass um einen wunderbaren Tag abzuschliessen. Wieder stand als erstes ein Monsterkonzert an. Jedes Jahr hat es dort sehr viel Publikum. Mit einem gelungenen Auftritt verliessen wir die Aussenbühne und mischten uns in der Halle unter das Volk. Der Abend kam langsam ins Rollen, wie auch die Stimmung. Mit einem Auftritt in der Halle brachten wir den ersten Tag gekonnt über die Bühne.

Fasanchtsfreitag

Ausgeschlafen traf man sich am Freitag mitten im Nachmittag Betagtenzentrum Lindenrain in Triengen. Die Bewohner erfreuten wir mit unseren Klängen und so war ein perfekter Start in den zweiten Tag geglückt. Nach dem Schminken ging es weiter an den Zunftball. Gestartet wurde mit einem feinen Essen. Salot vorus und Dessert hendenoche. Die Swissboys sorgten für die richtige Stimmung, da konnten auch ein paar Sagex Kügelchen nichts dagegen unternehmen. Der Abend wurde mit Gesang und Tanz und einem gelungenen Auftritt über die Bühne gebracht.

Fasnachssamstag

Ein weiteres Mal durften wir ausschlafen. Erst am späten Nachmittag war wieder Schminken angesagt. Unsere Reise führte uns am Abend nach Immensee Kanton Schwyz. Dort angekommen hiess als erstes Instrument fassen und ab in die Halle. Wir durften das Fest eröffnen noch bevor der DJ in der Halle seine CD’s sortiert hatte. Nichtsdestotrotz gaben wir wie immer alles und dem auserlesenen Publikum gefiel unser Dargebotenes. Doch doch, es gab auch Applaus, zumindest vereinzelt.

Fasnachtssonntag

Bei herrlichem Wetter zog es uns am Sonntag weiter nach Altishofen an den Umzug der Pfyffer Zunft. Immer wieder ein Highlight. Apropos Highlight, einige warteten an diesem Tag auf uns. Angefangen mit der Bratwurst zum Start. Der Grilleur, verstand sein Werk, Bratwurst à point! Weiter ging es mit dem einem ersten Auftritt im Dorf. Bei der Käserei gaben wir eine erste Kostprobe unseres Könnens zum Besten. Danach ging es ans Einstehen für den Umzug. Mit der Nummer 20 waren wir mittendrin statt nur dabei. Die Zahlreichen Besucher am Strassenrand machten den Umzug zu einem wahren Vergnügen. Nachdem die Instrumente verstaut waren blieb noch jede Menge Zeit. Zeit für ein weiteres Highlight. Aufgesucht wurde die „O vo Bärn Bar“. Dort gibt es den berühmt berüchtigten Gagukack. Für Laien oder nicht Eingeweihte: der Gagukack besteht zu 98% aus Milch, dazu kommen 1/248 Kaffeelöffel voll Ovomaltinepulver und ein Schuss Caramellikör. Lecker, wenn man es verträgt. Der Gagukack verkürzte uns die Zeit und so stieg man am frühen Abend bereits wieder in den Car ein. Dieser brachte uns sicher nach Oberkirch. Dadurch Sicher, weil Nico uns auf die Sicherheitshinweise aufmerksam machte. Angekommen in Oberkirch stand einmal mehr ein Monsterkonzert an. Dieses Monsterkonzert ist nicht wie jedes andere. Jede Guggenmusik darf seine Geschicklichkeit bei einem Spiel unter Beweis stellen. Zu gewinnen gibt es dabei 10 Minuten Ruhm und Ehre für die Ewigkeit. Nachdem wir im letzten Jahr den anderen Guggenmusiken das Feld überliessen kam es in diesem Jahr zur grossen Revanche. Wir durften uns Sieger nennen unter all den anwesenden Guggenmusiken. Dies soll und muss ein letztes Mal erwähnt sein. Ehre wem Ehre gebührt, wir Suuuger erfreuen uns auch an ganz kleinen Dingen. Danach wurde es aber wieder Zeit für ein weiteres Highlight. Die Guggenmusikverpflegung am GuggAir ist Einzigartig. Auf dem Speiseplan steht nicht irgendein Paar Sädo, nein ganz und gar nicht. Die Notteler Spätzlipfanne ist eine wahre Gaumenfreude. Wenn man könnte würde man am Schluss noch den Schöpflöffel ablecken. Zurück im Getümmel suchte man dann die Kaffeestube auf. Einen Tropfen Roten versüsste uns die Zeit bis zum Auftritt. Dieser fand dann in der Halle statt. Der Auftritt gelang auf der ganzen Linie und auch das Publikum hatte ihre Freude daran.

Güdismäntig

Erneut war ausschlafen angesagt. Am späteren Nachmittag machten wir uns auf ins Emmen Center. Bereits zum dritten Mal durften wir uns dort präsentieren. Der Auftritt fand unter besonderen Umständen statt. Von oben und unten, von links und rechts und von hinten und vorne wurden wir während dem Auftritt mit Konfetti eingedeckt. Danke. Kurz darauf machten wir uns aber wieder auf den Weg Richtung Geuensee. Der Easyball wartete auf uns. Im Saal wartete bereits Erika Arnold auf uns. Eine Tischreihe wurde gleich besetzt bis zu unserem Auftritt. Der Auftritt kam dann immer näher und so sah man sich kurz vor halb zwölf auf der Bühne wieder. Bei gefühlten 45°C liessen wir nicht einmal die Motoren an.

Güdiszyschtig

Triengen einfach bitte! Nach Hause kommen. Ein Heimspiel sozusagen und dies den ganzen Tag. Wer mochte startete mit einem Fondue in den Tag. Andere machte sich bereits bereit beim Fasnachtswagen. Dort gab es Schinken und Kaffee, auch eine alternative. Bereits mit der Nummer zehn liefen wir mit am Umzug. Die sechs Tausend Leute versammelten sich mehrheitlich um den Rössliplatz. Der Trienger Umzug alle Jahre wieder etwas Besonderes. Zum einen Vorfreude auf das Schinkli mit Kartoffelsalat und zum anderen steigt die Gewissheit, dass es bald vorbei ist. Aber so weit sind wir noch nicht. Nach dem Umzug der Auftritt beim Rössli und danach die Verpflegung in der Turnhalle. Eines möchte ich an dieser Stelle noch erwähnen. Der Trienger Umzug ohne das Schinkli mit Kartoffelsalat wäre wie ein GuggAir ohne Spätzlipfanne, wie Altishofen ohne Gagukack, wie Mauensee ohne schönes Wetter und mir kämen noch tausend weitere Vergleiche in den Sinn. Es gibt einfach Sachen im Leben eines Suugers die dürfen nie aufhören. Nun aber weiter im Text. Nach einem Besuch bei Murat ging es ein erstes Mal auf die Forum Bühne. Für uns Suuger etwas komplett Neues. Für einmal spielten wir nicht bei den Chacheler. Den Leuten im Forum gefiel unsere Darbietung und wir waren gerüstet für den Endspurt. Der Endspurt startet bei uns beim Coop. Einstehen für den Sternmarsch Richtung Chluri. Viele Leute hatten sich bereits eingefunden um den verschiedenen Guggenmusiken während dass Chluri brannte zuzuhören. Danach ging es mit grossen Schritten Richtung letzter Auftritt dieser Fasnacht. Das berühmte lachende und weinende Auge spielt hier immer mit. Es fühlt sich dann immer an, als wäre man am Ende der Achterbahn ohne Geld im Sack. Man sieht das Ende kommen und weiss genau es gibt kein Zurück mehr. So, jetzt aber Ende der Dramatik. Denn der letzte Auftritt ist wohl neben dem Startchlapf einer schönsten Glücksmomente eines Suuger. Wenn man am Schluss einer wunderschönen Zeit ein letztes Mal auf der Bühne steht, ins Publikum schauen darf, all die bekannten Gesichter im Publikum sieht und dann sich selber und dem Publikum ein letztes Mal eine Freude bereiten kann, was gibt es schöneres!

Das war sie also, die Fasnacht 2015 der Bluet-Suuger Triengen. Wie bereits erwähnt, durften wir einmal mehr eine wunderschöne Fasnacht erleben. Der CarnEvil ist vorbei. Die Perücken haben ihren Platz im Keller eingenommen. Irgendeiner hat mal gesagt: “Glöön ghöre i Zirkus!“ Seit dieser Fasnacht wissen wir, dass dies nicht stimmt. Clowns gehören auf die Bühne, ob sie lachen oder weinen und ob sie wollen oder nicht!

Heute schon gewhirlt? – Jubiläumsreise der Bluet-Suuger Triengen

Den Kofferraum voller Neugier. Das Fernweh ist im Tank. Die ganze See-Gang ist dabei, alle teilen diesen Raum. Die Welt wollen wir erobern und umarmen, Sorgen bleiben zuhause. Das Unerwartete wartet auf uns. Die Sonne steckt im Nebel, die Freude lacht über schlechte Gedanken, wenn sie wie Fliegen an die Scheibe platzen. Dort wo die Glückskekse wachsen und die Lachfalten blühen. Wo die Geschichten für die Enkel warten, genau da wollen wir hin!

Endlich war es soweit. Das lange Plangen hatte ein Ende. Unsere Jubiläumsreise erschien auf dem Kalender. 20 Jahre Bluet-Suuger musste ein letztes Mal gefeiert werden. Und dies so richtig. Denn so ein Jubiläum kommt nur alle 5 Jahre daher. Einige verpassten vor lauter Vorfreude fast das aufstehen. So trafen wir uns früh am Morgen voller Tatendrang in der Feldgasse. Nach kurzer Begrüssung wurde das erste Ziel bekannt gegeben. Immensee am Zugersee, erster offizieller Kaffeehalt. Denn inoffiziell ging es schon im Car los mit Kaffee, Rosshäli und vergorener Milch, wie behauptet wurde. Angekommen im Hotel Rigi-Royal gab esKaffe und Gipfeli für den ersten Hunger. Nach knapp einer halben Stunde ging es dann auch schon wieder weiter Richtung Kanton Schwyz. Die nächste Etappe führte uns ins Muotathal. Erinnerungen an einige Probeweekends in diesem Tal der schönsten Miststöcke kamen hoch. Zuhinterst im 29km langen Tal angekommen wurde es kalt und dunkel. Nicht dass Sie jetzt denken wir haben uns verfahren und es war schon dunkel, nein, bei weitem nicht. Auf uns wartete das Hölloch. 200km lange Höhlengänge, und das wir sowieso von der See-Gang sind passte dies wie die Faust aufs Auge. Kurzerhand den Helm mit Stirnlampe aufgesetzt und es ging in zwei Gruppen hinein ins Glück. Der Zufall wollte es so oder der Teufel hatte seine Hand im Spiel. Die Guppen wurden à la Jane geschlechtermässig geteilt. Nach einer Stunde in der Höhle traf man sich mittendrin zum Apéro.

Als wir das Tageslicht wieder sahen und alle Ihre Wollkappen wieder hatten, kam es zu einem weiteren Highlight. Suter Peter, auch bekannt als Sandstrahler stand vor uns. Wer ist dieser Mann? Legende, Wahrsager oder Medizinmann? Nichts von alledem. Einer der sechs Wetterschmöcker beehrte uns. Während knapp 45 Minuten erklärte er uns wie er das Wetter voraussagen kann. Fasziniert und aufmerksam zugleich hörten wir seinen Theorien zu. Spannend bis zum Schluss waren alle seine Erklärungen über nasse Steine, rauschende Bäche, jungen Tannen mit hängenden Spitzen und Wolken die vorbeiziehen. Kurz gesagt: vergesst den Leutschenbach und sein Dach!

Via Schwyz, Rotheturm und Sattel fuhren wir ins Glarnerland. Genauer gesagt nach Matt. Dort hiess es Gepäck im Gondeli verstauen und den Rucksack mit nötigem und flüssigem Proviant packen. Ziel unserer Wanderung war die Bärglialp. Wellness auf der Alp. 2 Stunden Wanderung lagen vor uns. Vor uns und vor allem über uns. Zuerst ging es hinauf, dann ging es weiter und wieder hinauf und plötzlich war man im Wald. Im Wald angekommen ging es geradeaus. Etwa 20 Meter und dann kam die Bergetappe durch den Wald. So mancher Suuger fragte sich wohl insgeheim: Wie weit geht es noch? Ganz einfach, man läuft durch den Wald bis man am anderen Ende wieder rauskommt. Das ersehnte Ende führte uns auf eine Weide mit friedlichen Kühen, herrlicher Aussicht und einer kurzen Rast. So dramatisch wie war es dann doch nicht. Denn nach einem letzten kurzen Stück bergwärts erreichten wir müde aber glücklich unser Ziel. Die ersten von uns hatten es sich bereits im Wellnessbad gemütlich gemacht und verwöhnten die strapazierten Muskeln mit einem Molkebad. Somit war das Geheimnis um das Abendprogramm gelüftet. Wellnessen, „well“ Essen, schmerzen vergessen, Kafi pre…. und die Seele baumeln lassen. Mehr braucht es nicht! Zum heimlichen Star an diesem Abend wurde aber Silvan gekürt. Silvan, der Sohn der Familie las uns unsere Wünsche von unseren Augen ab. Bald merkte er, dass man gewisse Suuger auch mit einem Kaffe nature glücklich machen kann. Danke junger Mann. Und hätte er nicht den Wunsch eine Zimmermannlehre zu machen sondern sich im sanitären Bereich ausbilden zu lassen, dann hätte er wahrscheinlich die Lehrstelle im Sack gehabt. Aber dies ist eine andere Geschichte.

Am nächste Morgen, manche hatten mehr Ringe als Augen wurden wir mit einem herzhaften Zmorgen gestärkt. Der Weg war die erste Herausforderung. Alles was wir am Tag zuvor hinauf liefen durften wir wieder hinunter. Macht aber nichts, der wunderbare Abend auf der Alp entschädigte uns für jeden gewollten oder ungewollten Fehltritt auf oder neben dem Weg.

Wieder im Car ging es nur ein kleines Stück weiter nach Elm. Vreny-Town! Elm, im Herzen des Glarnerlandes unterhalb des Martinslochs. Mit der Gondel ging es hinauf. Dort wartete als erstes ein Teller Spaghetti auf uns, Nachschub für den Kohlehydrathaushalt. Wir genossen gemütliche Stunden auf der Terrasse bei schönstem Wetter. Die Huusmusig spielte für uns. Ein letztes Bier hier ein hochstehender Jass da, so muss es sein. Als letztes Highlight wartete die Abfahrt auf uns. Mit einem Alpencart fuhren wir den Berg hinunter, ohne Unfälle aber mit viel Schwung.

Als letztes bleibt nur noch eines zu sagen: Danke!

Danke, für ein unvergessliches Wochenende unter euch Suugern. Danke, an das KO-Team! Danke, für 20 Jahre Bluet-Suuger Triengen!

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