24. Oktober 2013

Morge metenand! – Bluetsuuger am Probeweekend

Nun ist er endlich da der Herbst. Jetzt geht es wieder so richtig los mit uns Bluet-Suugern. Wenn die Blätter der Bäume sich nicht mehr halten können und sanft zu Boden gleiten, dann wird es Zeit das Instrument aus seinem Sommerschlaf zu erlösen und die Ventile zu schmieren. Mit Öl, Fett, zur Not auch mit gutem Anken, aber nur wenn der Grünspan Nahrung braucht. So oder so, mit Gemischen aus Fettsäuretriglyceriden ist es längst nicht getan. Es braucht weitaus mehr dazu. Üben heisst das Zauberwort.

Nach einigen Proben im Proberaum machen wir Suuger  uns alle Jahre ins Probeweekend auf. Dieses Jahr führte der Weg für einmal nicht ins Eigenthal sondern auf die Mörlialp. Zuerst galt es die gefühlten tausend Kurven zu bewältigen. Dies war leichter gesagt als getan, denn die hiesigen sind im Minimum mit jeder einzelnen Kurve befreundet und wissen genau was es verkraften mag und dass der Entgegenkommende sowieso bremst. Licht und Schattenspiele machen die Sache auch nicht gerade einfacher. Man tut gut daran nichts zu verjufeln und die Fahrt eher zu geniessen als das Rennen anzunehmen, ganz nach dem Motto: Komm an mein Hinterrad und du wirst sicherer zweiter. Angekommen am Ziel, wurden die Betten be- und die Adiletten angezogen. Kurzerhand wurden die Hausregeln erläutert so dass dann bald mit dem Proben begonnen werden konnte.

Nach fleissigem Proben knurrte bald schon der Magen. Einmal mehr durften wir auf die Unterstützung von Kristina und Jolanda zählen. Das ganze Wochenende wurden wir von ihnen kulinarisch verwöhnt. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön, von uns Suuger gibt es dafür mindestens 17 Gault-Millau-Punkte.

Nach einem erfolgreichen Probetag waren dann unsere Anwärter an der Reihe. Getauft werden muss, wer sich Suuger-Prospekt nennen will. So ging es dann Michele, Mäni und Töbi nicht gerade an den Kragen sondern eher an die Wäsche. Das heisst, an die noch saubere Wäsche. Als erstes wurde ihnen ein Mohrenkopf serviert, eingeflösst oder um es deutlich zu sagen verabreicht. Ihre  auserwählten Götti übernahmen natürlich diese Aufgabe und so nahm die Sauerei seinen Lauf. Weiter ging es dann mit einem Parcours den sie gemeinsam zu bewältigen hatten. Hierbei stand  wieder die Wäsche im Vordergrund. Diese wurde durch die neuste Bademode ersetzt – wenn man es tragen kann? Zum Abschluss der Taufe, wurde mit einem Ping Pong der anderen Art, das Ganze abgerundet.

Nach einer langen oder eben kurzen Nacht. Stand pünktlich um 10.00 Uhr ein perfekter Brunch für uns bereit. Dieser gab uns dann die nötige Kraft um die kommenden Probestunden gut zu meistern. Einige Noten liessen wir an diesem Tag noch einmal durch unser Instrument.

Für uns Suuger geht es wieder zurück in den Proberaum. An einigen Stellen muss noch gefeilt werden, damit es dann ab Januar auch gezeigt werden darf. Bevor wir dann mit dem Startchlapf die Fanacht in Triengen eröffnen, wird man uns Mitte November in Kulmerau antreffe. Dort an der Crazy Party werden wir unser können ein erstes Mal unter Beweis stellen.